Die Installation von OpenVZ auf einen RootServer/Virtuellen-Maschine ist denkbar einfach.

Voraussetzung

  • Ein Rootserver mit root rechten, die Installation auf VServer ist nur bei Vollvirtualisierung(HVM) möglich!
  • OpenVZ Kernel
  • Shell kenntnisse

 

OpenVZ benötigt keine Hardware-Virtualisierung, daher ist es ebenfalls möglich auf einem Atom-Server und einer HVM virtualisierten Maschine OpenVZ zu Installieren.

 

 

Hinzufügen des Debian Repository

Zuerst wird das Debian Repository in der Debian source.list hinzugefügt:

 

cat << EOF > /etc/apt/sources.list.d/openvz-rhel6.list
deb http://download.openvz.org/debian wheezy main
# deb http://download.openvz.org/debian wheezy-test main
EOF

 

Damit apt beim aktualisieren des Repository keinen Warnhinweis anzeigt, wird noch der GPG-Key benötigt:

 

wget ftp://ftp.openvz.org/debian/archive.key
apt-key add archive.key

 

Anschliessend die lokalen Listen updaten

 

apt-get update

 

 

 

OpenVZ Kernel installieren

 

Als nächstes muss der OpenVZ Kernel installiert werden:

 

apt-get install linux-image-openvz-amd64

 

Der Kernel installiert sich automatisch, weitere Konfigurationen am Kernel müssen für die Nutzung von OpenVZ nicht vorgenommen werden.

Nach der Kernelinstallation sollte das System einmal neugestartet werden mit dem OpenVZ Kernel in der Bootloader auswahl. Bei Rootservern ist es eventuell nötig

Grub anzupassen, dazu in der /etc/default/grub den Parameter GRUB_DEFAULT=0 zu ändern:

GRUB_DEFAULT=2

Damit diese Anderung wirksam wird, den Bootloader noch updaten:

update-grub
reboot

 

Aktualisierung sysctl

 

Nach der erfolgreichen Kernel Installation muss noch abschließend die Datei /etc/sysctl.conf angepasst werden:

 

nano /etc/sysctl.conf

Nachfolgende Werte müssen in dieser Datei angepasst werden:

 

# On Hardware Node we generally need
# packet forwarding enabled and proxy arp disabled
net.ipv4.ip_forward = 1
net.ipv6.conf.default.forwarding = 1
net.ipv6.conf.all.forwarding = 1
net.ipv4.conf.default.proxy_arp = 0
# Enables source route verification
net.ipv4.conf.all.rp_filter = 1
# Enables the magic-sysrq key
kernel.sysrq = 1
# We do not want all our interfaces to send redirects
net.ipv4.conf.default.send_redirects = 1
net.ipv4.conf.all.send_redirects = 0

 

Installation OpenVZ Softwarepakete

 

Abschließend müssen noch einige OpenVZ Softwarepakete installiert werden. Das Paket vzstats sendet Statistiken an die Entwickler von OpenVZ um OpenVZ zu verbessern. Wer dies nicht möchte lässt dieses Paket einfach weg.

 

apt-get install vzctl vzquota ploop vzstats

 

 

Nach der Installation das System rebooten, damit der OpenVZ Kernel geladen wird.

 

reboot

 

Um zu prüfen ob dieser geladen wurde folgendes eingeben:

 

uname -a

 

Es sollte dann in etwa folgende Informationen zurückgegeben werden:

 

Linux rootxyz 2.6.32-openvz-042stab106.4-amd64 #1 SMP Fri Mar 27 15:27:00 MSK 2015 x86_64 GNU/Linux

 

OpenVZ Container Images

 

Damit ein OpenVZ Container angelegt werden kann, werden jetzt noch OpenVZ Images benötigt.

 

Die einfachste Lösung für die Verwaltung von OpenVZ Images ist ein Management Tool, hier eignet sich hervorragend das OpenVZ Webpanel. Die Installation ist ein simpler Shell befehl:

 

wget -O - http://ovz-web-panel.googlecode.com/svn/installer/ai.sh | sh

 

Jetzt können wir unter http://<ip oder domain>:3000 uns anmelden mit den Daten admin/admin (benutzername/passwort).

 

Das Webpanel ist soweit selbsterklärend, als erstes sollte der admin Zugang angepasst werden(mein Profil)!

 

Die Images sind unter Physische Server -> localhost -> Betriebssystem Vorlagen zum Download in Listen oder von Lokal möglich.

 

 

Die Installation ist damit abgeschlossen.